-8- Ab ins Krankenhaus

Oktober 2007 -8

Karin steht vor dem schlafenden Norbert und schluchzt los. Norbert springt im Bett hoch, und weiß gar nicht was los ist. Karin schluchzt und schluchzt und wird fast hysterisch. Norbert versucht aus ihr heraus zu bekommen was passiert ist. Er sagt später, die schlimmsten Gedanken kreisten ihm durch den Kopf. Ist sein Sohn mit dem Motorrad verunglückt? Warum sagt sie denn nichts? Was ist denn los? So wie sie heult, muss wer weiß was passiert sein. Aber sie schluchzt weiter. Als das Schluchzen dann langsam nachlässt sagt sie: Du musst sofort aufstehen und mich ins Krankenhaus bringen. Der Doktor sagt, sofort. 

Habe ich euch schon erzählt, das Karin keine Krankenhäuser mag. Das ist jedes Mal ein Theater. Und wenn Norbert dann wieder nach hause fährt und sie muss dableiben, dann geht die Heulerei schon wieder los. Und das nicht nur wenn sie ins Krankenhaus muss. Das gleiche auch, wenn sie in Urlaub fährt und jemanden zurücklassen muss. Ganz schlimm, wenn sie alleine verreist. Kegeltour oder so.

Es ist übrigens Mittwoch der 31. Oktober. Morgen ist ein Feiertag, der 1. November. 

Karins Geburtstagsfeier soll am 9. November statt finden. Das wird eng.

 

Kaum im Krankenhaus angekommen fragt Karin auch schon, ob sie nicht erstmal wieder nach Hause könnte, weil morgen ja ein Feiertag ist und am Wochenende macht ihr ja eh nichts und überhaupt. Sie könnte ja Anfang der nächsten Woche wiederkommen. Aber der Arzt sagt, das kommt gar nicht in Frage. Sie ist jetzt da und sie bleibt auch da. Heute bekommt Karin eine Lumbalpunktion, dann muss sie eh 24 Stunden im Bett bleiben, und dann ist der Feiertag fast rum. Und dann sehen wir weiter. 

 

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